Saisonalität bedeutet vor allem:

Es gibt nicht alles das ganze Jahr.

Dafür gibt es eine bunt wechselnde Vielfalt. Hier findet Ihr eine kleine Zusammenstellung der Highlights rund ums Jahr.

Januar:

Tja, was gibt es eigentlich im Januar? In unserer Region leider nichts frisches, jedenfalls nichts, was ohne zusätzliche Energie wächst. Aber es gibt Trockenblumen in allen möglichen Farben, mit denen sich bunte Kreationen herstellen lassen. Im Shop könnt Ihr außerdem Gutscheine und Blumen-Abos finden, um jemandem ganz viel Vorfreude zu schenken.

Februar:

Im Februar wachen langsam die ersten Frühblüher auf, z.B. Schneeglöckchen und Winterlinge. Frische Schnittblumen müssen leider noch etwas warten. Damit es aber ganz bald losgehen kann, erwacht die Blumerei langsam aus dem Winterschlaf. Endlich können die ersten Aussaaten gemacht und Ranunkeln vorgetrieben werden. Auf dem Feld werden die Beete für den Umzug der kleinen Pflänzchen vorbereitet. 

März:

Im März eröffnen die ersten Narzissen und Lenzrosen die Blumensaison. Überall erleben wir, wie die Natur erwacht. Natürlich wird fleißig weiter ausgesät. Jetzt sind langsam die etwas kälteempfindlichen Sommerblüher an der Reihe. Sie dürfen als kleine Pflänzchen aber noch ein bißchen im Gewächshaus bleiben.

April:

Einer meiner Lieblingsmonate. In diesem Monat können wir endlich die Kraft der Sonne spüren, genießen warme Tage und die Natur explodiert förmlich. Es gibt die ersten Tulpen und während daraus schon schöne Sträuße entstehen, beginnt für mich die Zeit des Einpflanzens. Jedes einzelne Pflänzchen wird von Hand in die Erde gesetzt, bekommt ein bißchen organischen Dünger für den Start und wird anschließend angegossen. 

Mai:

Im Mai gibt es nach und nach mehr Blütenvielfalt auf dem Feld. Die ersten Pflingstrosen lassen sich blicken. Wenn die Eisheiligen vorbei sind, dürfen auch die vorgetriebenen Dahlien endlich ins Beet, damit sie uns vom Sommer bis zum ersten Frost mit ihren prachtvollen Blüten erfreuen. Ich gebe Ihnen vor dem Auspflanzen gerne ausreichend Zeit, um schonmal loszuwachsen, so werden sie uninteressanter für hungrige Schnecken. 

Juni:

Im Juni zeigen sich meine Ranunkeln und Lupinen von ihrer schönsten Seite. Ranunkeln erst im Juni? In Supermärkten werden sie schon Ende Februar oder Anfang März als Töpfe angeboten. Da sie aber eigentlich in unserer Region nicht vollständig winterhart sind und viel Licht brauchen, um zu blühen, ziehe ich sie ab Januar geschützt vor und sie blühen dann im Juni. 

Während das Feld in voller Blüte steht, geht es schon an die nächsten Aussaaten. Jetzt ist die Zeit, zweijährige vorzuziehen, damit sie im Spätsommer gepflanzt werden können und im nächsten Jahr blühen.

Juli:

In diesem Monat kann ich aus dem Vollen schöpfen. Die Cosmeen stehen in Blüte, es gibt Kornblumen, Zinnien, Schafgarbe, Sonnenblumen, Sonnenhut, Artischocken und noch vieles mehr. Das freut nicht nur mich, auch viele Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Letztes Jahr war sogar ein Schwalbenschwanz zu Besuch. 

August:

Endlich stehen die Dahlien in voller Blüte. Das tolle ist, je mehr Blüten man schneidet, desto mehr kommen nach. Und das bis zum ersten Frost! In dieser Zeit ist das Ernten ein purer Genuss, weil so viel in Blüte steht. Und die im Juni ausgesäten Pflänzchen wachsen fleißig. Damit sie keinen Sonnenbrand kriegen und ich ein bißchen weniger gießen muss, werden sie schattiert.

September:

Langsam wird das Licht herbstlich und es wird Zeit, die vielen zweijährigen Sommerblumen zu pflanzen. Sie sind inzwischen kräftige Jungpflanzen geworden. Der Zierkohl ist Ende August ins Beet gewandert und wird nun mit einem Netz geschützt. So bekommt er noch ein wenig Sonnenschutz, und wird vor den Kohlweißling-Raupen geschützt, die ihn genauso gern fressen, wie unseren Gemüsekohl. Ich darf mich schon auf das kommende Frühjahr freuen und Blumenzwiebeln bestellen.

Oktober:

Der Herbst ist da, die Tage sind deutlich kürzer und die Nächte sind kühl. Der Zierkohl und viele Astern und Chrysanthemen blühen. Sie werden wie die Dahlien bis zum ersten Frost blühen. 

November:

Gibt es im November noch frische Blumen vom Feld? Die Antwort ist ja, allerdings zugegebenermaßen neigt sich das Blumenjahr langsam dem Ende. Die Natur kommt zur Ruhe und ich auch. Das Lager mit Trockenblumen aus den Sommermonaten ist gut gefüllt, so dass der Winter ruhig kommen kann. 

Dezember:

Nun endet es wirklich, das Blumenjahr, aber während noch die letzten Weihnachtskränze entstehen, beginnt für mich gedanklich breits das neue Blumenjahr im Büro. Ich blättere durch die Saatgutkataloge und schwelge jetzt schon in Blütenträumen vom nächsten Jahr.